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Rückblick auf den Generationendialog „Offline statt Online?”

Zwischen „Lieblings-App” und „Am liebsten verbieten”: Was uns der Generationendialog „Offline statt Online?” gezeigt hat

Soziale Medien sind für viele Menschen Alltag, Informationsquelle und Treffpunkt zugleich. Gleichzeitig begegnen uns dort Druck, Desinformation und Hass. Wie nah Chancen und Risiken beieinanderliegen, wurde bei unserem Generationendialog „Offline statt Online?” am 15. Oktober im BASECAMP, Berlin, deutlich. 

Jugendliche und ältere Menschen kamen zusammen, um gemeinsam über die Zukunft von Social Media zu sprechen. Auf dem Podium diskutierten Fabian Grischkat, Robert Eysoldt von Age Bombs 💥 und Lidia de Reese von der FSF mit Amelie Marie Weber in der Moderation. 

Dabei wurde klar: Die Frage, in welcher Social-Media-Welt wir leben wollen, ist keine Frage des Alters.

Ein ambivalentes Verhältnis: Schutz und Teilhabe zugleich

Schon die Mentimeter-Umfrage zum Einstieg zeigte, wie widersprüchlich unser Verhältnis zu sozialen Medien ist. Viele Teilnehmende hatten bereits Apps zeitweise gelöscht, Profile blockiert oder Inhalte gemeldet, um sich zu schützen. Gleichzeitig bieten soziale Medien Raum für Austausch, Information und gesellschaftliche Teilhabe. Beides gehört für viele zusammen.

Wie widersprüchlich das sein kann, zeigte sich auch in unseren Jugendbeteiligungsworkshops für die Expertenkommission zum Kinder- und Jugendmedienschutz. Eine Person nannte TikTok sowohl als Lieblings-App als auch als die App, die am liebsten verboten werden sollte.

Verbot oder mehr? Mit Klischees aufgeräumt

Und was ist mit einem pauschalen Social-Media-Verbot? Auf der Bühne und im Publikum herrschte weitgehend Einigkeit: Ein Verbot allein greift zu kurz. Jugendliche sehen soziale Medien keineswegs nur unkritisch positiv. Ältere Menschen sind nicht automatisch für strengere Verbote. So manches Klischee wurde an diesem Vormittag widerlegt. Die Diskussion verlief weniger entlang von Altersgrenzen als entlang persönlicher Erfahrungen.

© Stiftung Digitale Chancen, Telefónica Deutschland | Henrik Andree

Aufmerksamkeit als Währung: Wie Plattformmechanismen die Informationswelt prägen

Deutlich wurde auch, wie stark die Mechanismen sozialer Medien unsere Informationswelt prägen. Selbst journalistische Inhalte müssen in den ersten drei Sekunden Aufmerksamkeit erzeugen. Wie lässt sich unter diesen Bedingungen mit fundierter Aufklärung, politischen Informationen und Fakten gegen Desinformation und Hass bestehen? Darüber berichteten Amelie Marie Weber und Fabian Grischkat aus ihrer Praxis und gaben Einblicke, wie sie mit diesen Bedingungen umgehen. [Hier ggf. ein bis zwei Sätze zu ihren Beiträgen ergänzen.]

Unser Fazit: Ein Dreiklang aus Schutz, Befähigung und Teilhabe

Die zentrale Erkenntnis des Tages: Wir brauchen einen Dreiklang aus Schutz, Befähigung und Teilhabe, und zwar für Menschen jeden Alters. Schutz bedeutet, Risiken ernst zu nehmen und Plattformen in die Verantwortung zu nehmen. Befähigung heißt, Medienkompetenz zu stärken, damit Menschen Inhalte einordnen und selbstbestimmt entscheiden können. Teilhabe bedeutet, dass alle die Chance behalten, sich zu informieren, auszutauschen und mitzureden. Denn zwischen „alles gut” und „alles schlecht” liegen viele Grautöne.

 

Was sich das Publikum wünscht

Zum Abschluss formulierte das Publikum Wünsche an Politik, Plattformbetreiber und an sich selbst:

  • Mehr Transparenz: eine bessere Kennzeichnung von KI-Inhalten und Werbung sowie insgesamt weniger Werbung
  • Mehr Aufklärung: Medienkompetenz für alle Generationen
  • Mehr Balance: ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Online- und Offline-Leben

Miteinander statt übereinander sprechen

Was uns besonders gefreut hat: Wie viel die Generationen verbindet, wenn sie nicht übereinander, sondern miteinander sprechen. Unterschiedliche Erfahrungen, gemeinsame Sorgen, überraschend ähnliche Wünsche und die Bereitschaft, einander zuzuhören. Genau diesen Austausch wollen wir weiter fördern. 

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