KI kann vor Betrugsmaschen im Internet und Telefon schützen
Künstliche Intelligenz (KI) ist zu einem unsichtbaren Schutzschild im Kampf gegen Online-Betrug geworden. Sie arbeitet rund um die Uhr, um uns vor den immer raffinierteren Tricks von Kriminellen zu bewahren.
Bei betrügerischen E-Mails (Phishing) agiert die KI wie ein extrem wachsamer Postbote. Moderne E-Mail-Anbieter wie Google oder Microsoft setzen KI-Systeme ein, die täglich Milliarden von Nachrichten analysieren. (Quelle:safety.google)
Diese Systeme lernen, typische Merkmale von Betrugs-Mails zu erkennen: verdächtige Links, ungewöhnliche Absenderadressen, eine dringliche oder drohende Sprache und subtile Fehler im Text. Erkennt die KI solche Muster, sortiert sie die E-Mail automatisch in den Spam-Ordner aus oder versieht sie mit einer deutlichen Warnung. So gelangen die meisten Betrugsversuche gar nicht erst in den Posteingang. Ob dabei der Datenschutz und die Privatsphäre immer gewährleistet werden, ist ungewiss.
Bei unseriösen Webseiten funktioniert der Schutz ähnlich. Webbrowser wie Google Chrome nutzen KI, um potenziell gefährliche Seiten zu identifizieren, noch bevor man sie besucht. (Quelle:t3n.de)
Die KI vergleicht die aufgerufene Adresse mit einer ständig aktualisierten Liste bekannter Betrugsseiten. Zudem analysiert sie den Inhalt einer Seite in Echtzeit auf verdächtige Elemente, wie etwa gefälschte Login-Formulare, die darauf abzielen, Passwörter zu stehlen. Erhärtet sich der Verdacht, blockiert der Browser den Zugriff und zeigt eine bildschirmfüllende Warnmeldung an.
Auch Firefox weist auf unseriöse Webseiten hin. Ganz ohne KI.
Gegen gefälschte Anrufe (Scam Calls) wird KI ebenfalls immer wichtiger. Spezielle Apps für Smartphones können unbekannte Nummern in Echtzeit mit Datenbanken bekannter Spam-Anrufer abgleichen. (Quelle:de.norton.com; Vorsicht! Kann kostenpflichtig sein)
Darüber hinaus analysiert die KI verräterische Muster, zum Beispiel wenn eine Nummer aus dem Ausland anruft, aber eine lokale Vorwahl vortäuscht. Besonders fortschrittliche Systeme können sogar die Stimmen in sogenannten "Schockanrufen" analysieren, um festzustellen, ob diese künstlich erzeugt wurden (Deepfakes). (Quelle: polizei-beratung.de)
Verdächtige Anrufe werden dann blockiert oder als "Spam-Verdacht" markiert.
Durch diese ständige, intelligente Mustererkennung bietet die KI einen dynamischen Schutz, der sich an neue Betrugsmaschen anpasst und so eine wichtige Sicherheitsebene im digitalen Alltag darstellen kann.
WICHTIG!
Auch mit KI gibt es keinen 100%igen Schutz vor Betrug. Es ist deshalb ratsam, genau hinzuschauen oder hinzuhören, ehe man etwas anklickt oder Anweisungen ausführt. Die Polizei verlangt grundsätzlich keine Passwörter. Auch Bargeld oder Wertsachen erden von der Polizei nicht abgeholt.
Herzliche Grüße
Ria
🎙️ Das war ein Beitrag von Ria Hinken, Trainerin für Digitalkompetenzen im Alter: https://alterskompetenz.info/
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